Die neuzeitliche Arbeit ist eine ausdifferenzierte, organisierte Teilsphäre der Gesellschaft geworden: „Arbeit an und für sich". Produktions- und Wohnort, betriebliche Organisation und privater Haushalt, Erwerbsarbeit und Nichtarbeit, Arbeit und Leben, Männer- und Frauenarbeit sind voneinander getrennt. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse und deren sozio-technische Umformung haben in drei revolutionären Schüben den Wirkungsgrad menschlicher Arbeit enorm vervielfältigt.
07.07.2011, 10:25 Uhr
Rede am 7. Juli 2011 zur Frage der Präimplantationsdiagnostik
Ist erst einmal die Tür geöffnet, mit dem das Verwerfen von Embryonen gerechtfertigt wird, können neben den vorgebrachten Gründen lebensbedrohender Krankheiten und der Lebensfähigkeit andere Kriterien treten, ohne grundsätzlich nachrangig zu sein. Es gibt keinen systematischen Grund, nicht auch andere Krankheitsbilder oder sonstige genetische Fehldispositionen zum Verwerfungskriterium zu machen.
01.07.2011, 16:43 Uhr
Rede zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
Zielrichtung der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Wir dürfen dabei all diejenigen nicht vergessen, die erkennbar keine Chance haben, auf den Arbeitsmarkt zu kommen. Deswegen bin ich Staatssekretär Brauksiepe sehr dankbar, dass er sehr deutlich hervorgehoben hat, dass wir die öffentlich geförderte Beschäftigung weiterführen wollen.
28.01.2011, 15:50 Uhr
Rede zum Mindestlohn in der Weiterbildungsbranche
Insbesondere der Arbeitgeberverband ist jetzt gefordert, seine Basis zu verbreitern, zusätzliche Mitglieder zu gewinnen, um so zu einer höheren Tarifbindung in der gesamten Branche zu kommen.
16.12.2010, 16:04 Uhr
Rede zum Mindestlohn im Plenum des Deutschen Bundestages am 16. Dezember 2010
Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass man viele dieser Einwände durch die Idee eines subsidiären Mindestlohns oder ‑ anders formuliert ‑ eines gesetzlichen Mindestlohns mit einer tariflichen Öffnungsklausel entkräften kann. Die Tarifpartner könnten den Mindestlohn für Regionen, Branchen oder für eine gewisse Zeit außer Kraft setzen. Sie müssten sich aber gegenüber dem gesetzlichen Mindestlohn rechtfertigen, der den Charakter einer auch normativ zu verstehenden Setzung trägt. Begründungspflichtig wäre dann die Unterschreitung des subsidiären Mindestlohns, nicht der Mindestlohn selbst.
02.12.2010, 15:14 Uhr
Rede zur Einsetzung der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" im Plenum des Deutschen Bundestages am 01. Dezember 2010
08.11.2010, 14:13 Uhr
Moderne Zeiten, alte Häuser, fragmentierte Identitäten
Der Sicherheit im Rechtsstaat steht die Unsicherheit im wirtschaftlichen Geschehen gegenüber. Die Steigerung von Produktivität ist vielfach von einer Entfremdung der Menschen begleitet. Und das technische Mirakel der Maschinen hat für viele auch die Bedrohung eines nicht mehr kontrollierbaren Leviathans angenommen. Kurz, die vielen verlockenden Zukunftsperspektiven der Moderne haben ihren Preis gehabt. Das Leben ist unübersichtlicher, unsicherer geworden, die Risiken sind gestiegen. Die Zeiten sind hart, aber modern.
01.11.2010, 09:40 Uhr
Rede zur Neubemessung der Hartz-IV Regelleistungen am 29.10.2010 im Deutschen Bundestag
Wir alle sind uns einig: Es ist besser, zu arbeiten, als ALG II zu beziehen. Häufig ist nicht der Mangel an Geld das Problem, sondern der Mangel an Anerkennung und der Mangel an Möglichkeiten der sozialen Interaktion, häufig auch das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Dies ist das eigentliche Problem der Arbeitslosigkeit.
04.10.2010, 11:50 Uhr
Rede zum 3. Oktober 2010 in Frankfurt am Main, Altenbegegnungsstätte Gallus
Die nationale Frage ist immer auch eine soziale Frage – das ist auch eine der Lehren des 3. Oktober 1990, meint der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Zimmer in seiner Festrede zum 20. Jahrestag der deutschen Vereinigung.