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| 05.06.2009, 07:53 Uhr | |
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| PUDLV Die Post-Universaldienstleistungsverordnung sollte geändert werden Warum kann der Service der Post nicht verbessert werden? Ein Kommentar mit einem Vorschlag.... Wo die Post abgeht
Es ist schon ein Ärgernis mit der Post. Da verschwinden Briefkästen, es schließen Postfilialen und werden durch so genannte Partnerfilialen ersetzt. Häufig wird der Weg zur Post weiter, beschwerlicher, manchmal auch der Service schlechter. Gerade für ältere Menschen ist dies oftmals besonders ärgerlich, weil aus kurzen Wegen lange Wege werden. Seitdem die Post kein Staatsbetrieb mehr ist gibt es diese Klagen nicht nur in allen Stadtteilen unserer Stadt, sondern auch darüber hinaus. Stein des Anstoßes ist eine Verordnung, die in schönem bürokratischen Deutsch als „Postuniversaldienstleistungsverordnung“ bekannt ist (dafür gibt es die schöne Abkürzung PUDLV). In dieser Verordnung wird geregelt, in welchem Umkreis bestimmte Dienstleistungen der Post wie etwa Briefkästen oder Postfilialen bereit gestellt werden müssen, und an dieser Regelung entzünden sich bisweilen die merkwürdigsten Debatten. So soll in zusammenhängend bebauten Gebieten (also Städten) der Weg zu Briefkästen in der Regel nicht mehr als 1000 Meter weit sein, der Weg zur nächsten Postfiliale in der Regel in maximal zwei Kilometern zurückzulegen sein. Aber schon hier wird das Problem deutlich. Eine Entfernung, die zu Fuß zurückzulegen ist, muss anders berechnet werden als eine reine Luftlinie. Was gilt? Ich bin davon überzeugt: Der Streit um Entfernungen hilft nicht weiter. Gerade in Städten muss auch berücksichtigt werden, dass dort, wo dicht gewohnt wird, auch der Postservice verdichtet werden muss. Warum also nicht die Dienstleistungsverordnung ergänzen und sagen: In dicht besiedelten Stadtteilen müssen mehr Briefkästen aufgestellt werden und mehr Postfilialen öffnen? Dazu muss die Bundesregierung lediglich die Verordnung ändern. Und, wenn wir schon einmal beim Wünschen sind: Schön wäre es auch, wenn in einer älter werdenden Gesellschaft besonders auf die älteren Menschen Rücksicht genommen wird – ein Briefkasten in unmittelbarer Nähe eines Altenwohnheimes etwa sollte selbstverständlich sein. Ein solcher Schritt würde den Kunden helfen, und es würde das Image der Post deutlich verbessern. Alleine über Appelle geht es nicht. Jetzt ist die Bundesregierung gefragt, damit für die Menschen die Post auch richtig abgehen kann. | Matthias Zimmer, 23.11.2009, 17:17 Uhr |
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