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12.06.2009, 08:52 Uhr | Übersicht | Drucken
Zum Welttag gegen Kinderarbeit
Auch vor Ort sind konkrete Initiativen gefragt


Der Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni bringt den Skandal zu Bewusstsein, dasss weltweit über 200 Millionen Kinder unter entwürdigenden Bedingungen arbeiten müssen. Dagegen müssen wir angehen -- auch konkret vor Ort.

Zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni hat der Frankfurter Bundestagskandidat und CDA-Vorsitzende Matthias Zimmer gefordert, die Anstrengungen gegen Kinderarbeit auch in Frankfurt zu verstärken. Dazu gehöre insbesondere, dass sich die Stadt als Friedhofsbetreiber verpflichte, nur solche Grabsteine zur Aufstellung zuzulassen, die mit einem anerkannten Siegel (z.B. XertifiX) den Nachweis führen, dass sie garantiert ohne Kinderarbeit hergestellt sind. Zimmer wies darauf hin, dass zunehmend Granitrohblöcke und fertige Grabsteine aus Indien auf den deutschen Markt gelangten, die unter sklavenähnlichen Bedingungen durch Kinder im indischen Bergbau hergestellt werden. Dies widerspreche nicht nur der Würde des Menschen, sondern sei auch ein eklatanter Verstoß gegen die Bestimmungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
 
Zimmer wies darauf hin, dass sich in der nächsten Woche auch zum zehnten Mal die Unterzeichnung der Konvention über das Verbot der schlimmsten Formen von Kinderarbeit jähre. Indien habe diese Konvention nicht unterschrieben; Zimmer forderte deshalb die Bundesregierung auf, nachhaltig darauf hinzuwirken, dass sich auch Indien diesen Bestimmungen anschließe. Wachstum und Wohlstand dürfe nicht durch die Ausbeutung von Kindern begründet werden.
 
„Globalisierung fängt lokal an“, so Zimmer. Deswegen müsse die Stadt Frankfurt mit einem Verbot ein Zeichen setzen um ihrer Verpflichtung gegenüber der Würde des Menschen nachzukommen. „Wenn über 200 Millionen Minderjährige weltweit zur Kinderarbeit gezwungen werden, ist das ein nachwirkender Skandal“, so Zimmer. Das mindeste, was in Deutschland gegen solche Formen der Ausbeutung getan werden könne, ist das Verbot von Waren, die durch Kinderarbeit entstanden sind, so der Bundestagskandidat abschließend.
 


| Matthias Zimmer, 23.11.2009, 17:18 Uhr