Berlin, 23. Februar 2012: Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete zeigt sich besorgt über die zunehmende Tendenz zu befristeten Arbeitsverträgen bei Neueinstellungen: „Befristungen dürfen nur aus gutem Grund eingesetzt werden, nicht aber, um Probezeiten zu verlängern oder Belegschaften einfacher abbauen zu können. Gerade auch junge Menschen müssen eine sichere Arbeitsperspektive haben, die es ihnen erlaubt, Wurzeln zu schlagen und Familien zu gründen.“

Noch unter Rot-Grün seien die Möglichkeiten sachgrundloser Befristungen erleichtert worden. „Mich ärgert, dass SPD und Grüne so tun, als hätten sie mit ihren gesetzlichen Regelungen nicht zum Status-Quo beigetragen. Die ursprüngliche Intention des Gesetzgebers war es, einerseits den Arbeitgebern zu ermöglichen, flexibel auf schwankende Auftragslagen zu reagieren, und andererseits Arbeitnehmern eine Alternative zur Arbeitslosigkeit zu bieten und eine Brücke zur Dauerbeschäftigung zu öffnen. Problematisch wird es dann, wenn es zu Befristungsketten kommt. Noch ist das Normalarbeitsverhältnis die Regel. Allerdings nimmt die Zahl befristeter Beschäftigungsverhältnisse zu“, erklärte Zimmer.

Zimmer, der auch Vorsitzender der hessischen CDA ist, wünscht sich ein Umdenken in der Wirtschaft: „In Zeiten eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften kann man keine Loyalität zu einer Firma erwarten, die nur befristete Arbeitsverträge anbietet. Die modernen Arbeitsnomaden mit befristeten Verträgen werden nicht sesshaft, und sie haben nur eine begrenzte Bindung zum Arbeitgeber.“ Zimmer könne den Wunsch vieler Unternehmen nach Flexibilität verstehen, sehe aber eine Rationalitätenfalle. „Je mehr Flexibilität in einem Unternehmen angestrebt wird, desto bindungsloser sind Mitarbeiter. Darunter leidet nicht nur das Arbeitsklima, sondern auch die Arbeitseffizienz und die Bereitschaft, für die und in der Firma Verantwortung zu übernehmen. Dies wiederum kann betriebswirtschaftlich massiv zu Buche schlagen. Befristungen sollten daher nur aus gutem Grund eingesetzt werden“, bekräftigte Zimmer abschließend.

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