Berlin, 23. März 2012: Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer betont zum heutigen „Equal-Pay-Day“, dass es noch einiger Anstrengungen bedarf, um die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen. „Der Schlüssel zu mehr Lohngleichheit liegt aber nicht in populistischen Schaufensteranträgen, wie sie von der SPD ins Gespräch gebracht werden. Die Ursachen sind vielfältig. Frauen sind dann benachteiligt, wenn sie sich allein um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. Während Frauen Kinder erziehen, pflegen viele Männer ihre Karriere. Daher gilt es, Kinderbetreuungsinfrastrukturen qualitativ und quantitativ auszubauen“, sagt Zimmer.

Zimmer sieht aber auch in anderen Bereichen Optimierungsbedarf: „Der Ausbau der Kinderinfrastruktur ist sicherlich essentiell, das Problem geht aber auch auf eine unterschiedliche Berufs- und Branchenwahl zurück. Frauen sind eher in Dienstleistungsberufen beschäftigt, Männer hingegen in technischen Berufen. Forschungs- und Bildungsministerin Schavan geht hier den richtigen Weg, indem sie zum Beispiel mit einem nationalen Pakt verstärkt Frauen und Mädchen für MINT-Berufe begeistert. Das Aufbrechen traditioneller Berufsbilder gehört ganz sicher zu den großen Herausforderungen, die wir zu meistern haben.“

Auch würden Frauen häufiger unterbrochener Erwerbsbiographien aufweisen, weil sie neben der Kinderbetreuung häufig Familienangehörige pflegen. Dies sei mit ursächlich dafür, dass Frauen in Führungspositionen weniger präsent sind. „Vielen Menschen ist Familie wichtig und auch junge Menschen wollen Familien gründen. Wir dürfen sie nicht in die Verlegenheit befördern, zwischen Familie und Beruf entscheiden zu müssen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird uns deshalb weiterhin beschäftigen“, so Zimmer. Es gehe aber auch darum, wertvolle menschliche Potentiale im Arbeitsleben zu binden. „Wir müssen Anreize schaffen, möglichst viele Menschen am Erwerbsleben zu beteiligen. Das ist auch der demographische Entwicklung in unserem Land geschuldet. Zu diesen Anreizen gehört für mich unter anderem eine gerechte Entlohnung. Es wird aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, die Ursachen der Lohnungleichheit zu beseitigen“, bekräftigte Zimmer abschließend.

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