Der Landesausschuss der CDA Hessen hat auf seiner Tagung am 7. Dezember den vorliegenden Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD insgesamt positiv bewertet. Es finden sich, wie der Landesvorsitzende der CDA Hessen, Matthias Zimmer, formulierte, viele Inhalte darin, die auch wichtige Anliegen der CDA gewesen seien. So enthalte der Vertrag eine Reihe von Bestimmungen, die die Schieflagen im Arbeitsmarkt beseitigen wollen. Dazu gehört eine stärkere Regulierung der Zeitarbeit, die Bekämpfung des Missbrauchs bei Werkverträgen und eine kluge Mindestlohnpolitik, die gleichzeitig auch die Tarifautonomie zu stärken in der Lage sei.  Darüber hinaus habe der Koalitionsvertrag wichtige Regelungen im Bereich der Renten vorgesehen, angefangen von der von der Union präferierten Mütterrente bis zu einer geplanten Besserstellung von Lebensleistung und langjähriger Beitragszahlung m Bezug der Rente. Kritisch sei zu vermerken dass der Koalitionsvertrag, anders als das CDU-Regierungsprogramm, keinerlei Hinweise auf eine Verbesserung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung enthalte. Dies sei, so Zimmer, bedauerlich, weil die Mitarbeiterbeteiligung ein altes Anliegen gerade der Christlichsozialen in der Union sei.

Zimmer würdigte den Koalitionsvertrag als einen guten Rahmen, die stabile und erfolgsorientierte Politik der vergangenen vier Jahre weiter fortsetzen zu können. „In zentralen Bereichen, so der Haushaltskonsolidierung, der Absage an Steuererhöhungen und der Fortsetzung der europäischen Stabilisierungspolitik trägt der Vertrag eindeutig die Handschrift der Union“, so Zimmer. In den folgenden vier Jahren werde es darauf ankommen, der Wirtschaft weiterhin gute Bedingungen bieten zu können, damit Arbeitsplätze entstehen und erhalten bleiben. Dazu gehöre auch das Bekenntnis zu Bildung, Wissenschaft und Forschung als den Kernanliegen der Koalition, so Zimmer abschließend.

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