Frankfurt/Main, 25. Oktober 2011. Der Vorsitzende der CDA-Hessen, Matthias Zimmer, begrüßt die von der Bundesfamilienministerin Schröder etablierte Familienpflegezeit: „Immer mehr pflegebedürftige Menschen wollen zu Hause gepflegt werden und viele Angehörige wollen diese Aufgaben gerne übernehmen. Mit dem Familienpflegezeitgesetz geben wir Arbeitnehmern die Möglichkeit, bis zu zwei Jahren mit reduzierter Stundenzahl im Beruf zu arbeiten, wenn sie ihre Angehörigen pflegen. Es ist vor allem der Erfolg der Familienministerin Schröder, die mit dem Gesetz die Interessen von Familien und Unternehmen austariert hat.“

Zur aktuellen Debatte um Quotenregelungen für die Besetzung von Unternehmensvorständen äußert sich Zimmer verhalten: „Ich unterstütze die von Schröder favorisierten freiwilligen und transparenten Selbstverpflichtungen von Unternehmen. Strikte Gesetzliche Vorgaben, wie sie von anderer Seite vorgebracht werden, lehne ich ab.“ Gleichzeitig äußerte sich Zimmer auch kritisch gegenüber den Vorschlägen der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Sie habe kein Mandat der Bundesregierung in dieser Frage. „Für mich sind die Interventionen von Frau von der Leyen schon hart an der Grenze der Kollegialität“, so Zimmer. In der Bundesregierung gelte das Ressortprinzip. Damit falle die Zuständigkeit für die Frage einer möglichen Quote in Unternehmen in das Ressort der Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die zuständige Ministerin mache ihre Aufgabe sehr gut. Es bestehe deswegen kein Grund für die andauernden Querschüsse durch die Ministerin für Arbeit und Soziales, so Zimmer abschließend.

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