Liest man bisweilen so die Zeitung

Möchte man den Kopf nur schütteln

Der Wahnsinn, so scheint es, hat weite Verbreitung

Und Berlin scheint das zu vertütteln.

Deshalb sein hier ungeniert

Einige Beispiele präsentiert:

 

Einreisen kann man nach Deutschland ohne Pass

Man fragt nur sehr freundlich nach Asyl

Gibt’s das nicht, und das find ich krass

Braucht man Papiere, und zwar ziemlich viel

Denn Abschiebung ist für die Verwaltung

Papierkram und nicht klare Haltung.

Merke: In das deutsche Haus

Kommt man leichter rein als wieder raus.

 

Das Gesicht sich zu verschleiern

Ist hier Brauch zur Fassenacht

Die wollen wir auch kräftig feiern

Weil Verkleidung erst den Narren macht.

 

Doch außerhalb der Narrenzeit

Gilt es, Gesicht zu zeigen.

Der Kopf ist frei und nicht bereit

Vor fremden Bräuchen sich zu neigen.

 

Manchem hat das nicht geschmeckt

Der gerne nach Verhüllung strebt

Doch der Punkt ist der Respekt

Vor der Kultur, in der man lebt.

 

DER HERR ERLEUCHTE AUCH DIE RICHTER UND GEBE DEN URTEILEN WEISHEIT

 

Ach die Richter mit den Roben

Sie sind die deutschen Majestäten

Wo die sind ist immer oben

Den Garten des Rechts sie eifrig jäten

 

In Volkes Namen sprechen sie

Und sind doch nie von ihm gewählt

Fehlbar sind sie vermutlich nie

Im Rechtsgeschäft famos gestählt

 

Und doch, das ist ein Unbehagen

Vieles kann man nicht erklären

Es bleiben allzu häufig Fragen

Die das Verständnis sehr erschweren.

 

Ich fange mit der NPD mal an

In Karlsruhe urteilte man, juristisch fein

Dass man Verfassungsfeinde nicht verbieten kann

Sind sie eher unbedeutend und zu klein.

 

Wehret den Anfängen! Das finde ich richtig!

Das ist auch nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen

Wem unser Grundgesetz nicht wichtig

Wird von den Demokraten ausgeschlossen!

Der Berliner Anschlag hat gezeigt

In Justiz und Polizei so manches Leck

Ich bin zu Panik nicht geneigt

Doch das war schon ein böser Schreck

 

Gefährder laufen frei herum

Werden nicht gefangen, kaserniert

Sind wir wirklich hier so dumm

Und warten erst, bis was passiert?

 

Wer nach Deutschland kommt, betrügt,

wer den Rechtsstaat laut verachtet

Wer hier Kultur und Land nicht mag, wer lügt

Der wird in sein Land rückverfrachtet.

 

Wer jedoch vor Terror flieht

Vor Schicksalen, die das Herz zerreißen

Sich als Teil von uns dann sieht

Den wollen wir willkommen heißen.

 

Jetzt bin ich aber abgeschweift

Es ging doch eigentlich um Richter

Ich wünsche mir, dass mancher reift

Von nicht ganz dicht zu: Dichter

 

Das auch sie, die für uns sprechen

Auch mal mit uns drüber reden

Anstatt juristisch radebrechen

Poetisch werden, klar für jeden.

 

Nicht jeder ist ein Salomon

Urteilt verständlich und auch weise

Doch das Recht, es braucht das schon

Sonst ziehen dunkle Kräfte ihre Kreise!

 

DER HERR GEBE DEN SOZIALKDEMOKRATEN FRIEDEN IN DER OPPOSITION – DENN DAS KÖNNEN SIE

 

Ich meine es ganz ohne Häme

Die GroKo müssen wir beenden

Nicht, weil ich mich ihrer schäme

Doch muss die Politik sich wenden

 

Die SPD hat oft bewiesen

Dass sie prima opponiert

Das ist in Zeiten so wie diesen

Etwas, was uns sehr pressiert.

 

Lasst der SPD den Präsidenten

Die Kanzlerin soll die unsere sein

Wir tragen sie auf uns‘ren Händen

Erneut ins Kanzleramt hinein.

 

Und Gabriel? Der Kanzlerstellvertreter?

Der führt im Bundestag die Truppen

Das schrieb ich früh im Januar

Als er noch Stellvertreter war

 

Ich dacht‘ ich lass es einfach stehen

SPD Chefs kommen, und sie gehen

Dabei, verstehen wir uns recht

Er ist gar nicht so furchtbar schlecht.

Sigmar ließ sich operieren

Um etwas Pfunde zu verlieren

Das ist mir ja sehr sympathisch

Ich wär auch gern dünn und drahtig

Doch politisch nötig war das nicht

Er war und ist ein Leichtgewicht.

 

Nun muss Herr Schulz die Bürde tragen

Denn Würde kann man dazu nicht sagen

Noch hängt der Himmel voller Geigen

Doch schnell werden ihm die Sozen zeigen

Wie friedlich es für ihn die ganze Zeit

In Brüssel war. Er tut mir leid.

 

DER HERR GELEITE DIE GRÜNEN AUF DASS SIE WEISE WERDEN UND DEN RECHTEN WEG FINDEN MÖGEN ----

Nein, ich fürchte, das überfordert selbst den Allmächtigen. Da ist das hier einfacher:

 

DER HERR GEBE DEN MÄNNERN RESPEKT VOR FRAUEN UND ZÜGELE IHR UNSITTLICH BEGEHREN

 

Kürzlich war es, wie im Traum

Ich war in Köln wie so häufig

Die Wut hielt mühsam sich im Zaum

Da war wohl wieder jemand läufig

 

Frauenstimmen hör ich, Wut

Das ist erniedrigend, verletzend!

Ein Mann, der so was laufend tut

Der ist schlicht und einfach ätzend!

 

Doch Migranten seh ich nicht

Keine Nafris, keine Asylanten

Wer ist der Sittenstrolch, der Wicht

Den die Frauen so empörend fanden?

 

Jede Frau, die nur gebummelt

Hat er begrapscht und auch befummelt

Der Täter, der trägt Fönfrisur

Donald Trump auf Deutschlandtour.

 

DER HERR SCHENKE DEN JOURNALISTEN DIE FÄHIGKEIT, WAHRHAFT UND WAHRHAFTIG ZU BERICHTEN DAMIT SIE NICHT DER EWIGEN VERDAMMNIS ANHEIMFALLEN

 

Lügenpresse hallt es durch das Land

Doch halt, was ist damit gemeint?

Die Schreiber, sie sind uns bekannt

Lügen tun die nicht, wie’s scheint

 

Ich denke da etwa an die Presse

Die hier sich unter uns befindet

Da find ich keine Lügenfresse

Die Zeilen und die Wahrheit schindet.

 

Nein, berichten tuen sie getreulich

Was sich hier in Frankfurt tut

Ich finde das ist sehr erfreulich

Uns’re, Presse, die ist gut.

 

Ich seh‘ den Horst hier vorne sitzen

Mitglied der Journalisten-Gattung

Häufig sah‘ ich ihn schon schwitzen

Über fairer Berichterstattung.

 

Der Vorwurf Journalisten lügen

Fällt auf die Hetzer ganz zurück

Sie wollen selbst das Volk betrügen

Und haben damit wenig Glück

 

Bist als Lügner du entlarvt

Dann tragen Schuld die anderen

Das schreist du völlig unbedarft

So geht der Lügenvorwurf wandern.

 

Doch freie Presse ist ein Wächter

Von Anstand und Demokratie

Sie ist der Feind der Freiheitsschlächter

Sie schützt uns – und wir schützen sie.

 

DER HERR ERLÖSE UND VON AFD UND PEGIDA – DIE BRAUCHEN WIR NICHT

 

Rassisten sind es und auch Hetzer

Die Untat wird schon formuliert

Mancher ist auch nur ein Schwätzer

Der gern ein wenig fabuliert

 

Doch wer auf Kinder schießen will

Wie Frau von Storch es flott geschrieben

Frei nach dem Motto „shoot and kill“

Der ist moralisch zurückgeblieben.

 

Frau Petry, die dämonisch Schöne

So jedenfalls ihr neuer Mann

Sorgt für ähnlich schräge Töne

Die ich nicht mehr hören kann.

 

Ich verzichte auf verbale Gemetzel

Die Frau hat einen an der Bretzel.

 

Das gilt, find ich, erst recht

Für ihre Freundin im Geiste: Wagenknecht

mit rechten Parolen

Will sie Wähler für die Linke holen.

Doch wer versucht wie der Teufel zu hinken

Der wird auch bald nach Schwefel stinken.

 

Was soll man über Gauland sagen?

Über den verdorb’nen Greis?

Der Mann kann stilvoll Tweed auftragen

Schrieb kluge Bücher, wie man weiß.

In einem schrieb er sinngemäß

Konservativ heißt Maß und Mitte schätzen

Das Konservative ist wie ein Gefäß

Wo Erfahrung und Toleranz sich gleichsam setzen

 

Ich glaube ihm, wie es da steht

Doch zeigt sein Lebenslauf recht klar

Wie kurz vom Herren zum Prolet

Sein eigner Werdegang jüngst war.

 

Bachmann, Lautsprecher von Pegida

Sieht die Justiz auch immer wieder

Sein Strafregister, das ist lang

Verbrecherisch scheint er aus inner‘m Zwang

 

Wie kann ein solcher Herr der Strolche

Die Leitkultur im Land beschwören?

Der Kern der Leitkultur als solche

Ist‘s, auf Recht und Gesetz zu hören!

 

Über Frau Steinbach möchte ich schweigen

Ich fand sie nett und kollegial

Ihre Verdienste lassen sich zeigen

Sie war kämpferisch, nie schal

Doch hat sie im Alter ungeniert

Ihr Lebenswerk selbst demontiert.

 

Ich sag es deutlich, Erika:

Die AfD ist kein Unions-Generika!

 

DER HERR LASSE DEN HIMMLISCHEN BOTEN NICHT WIEDER IM HOFBRÄUHAUS VERSUMPFEN UND SCHENKE DEN BAYERN EINE WEISE UND GUT BERATENE REGIERUNG

 

Schön ist es, wenn göttlich‘ Rat

Informiert weißblaues Reden und die Tat.

Einen Trost, den hat der Herr gesandt

Als ich mich zweifelnd an ihn wand:

 „Wird’s mal wieder ziemlich schrill

Gibt Trost die Aigner Ilsebill!

Doch denkst Du mal, es geht nicht blöder

Widerlegt Dich gleich der Markus Söder“.

 

DER HERR SCHENKE DEN DEUTSCHEN EINE GUTE KANZLERIN UND DER KANZLERIN GUTE JAHRE: DAS IST FÜR UNS UND EUROPA GUT

 

Hat einen Fehler sie gemacht

Als sie hielt die Grenzen offen?

Fehler – das ist leicht gesagt

Ist man selber nicht betroffen.

 

Fliehst Du selbst vor Not und Tod

Und findest Hilfe in fremdem Land

Bist nun sicher, kriegst dein täglich Brot

Aus einer zugewandten, helfend Hand

 

Dann bist du dankbar bis ins Mark!

Doch so mancher kommt ins räsonnieren

Fühlt in Sicherheit sich stark

Man will ja keinen schikanieren

 

Doch war das alles nötig, richtig?

Wer kommt denn alles zu uns rein?

Ist es nicht auch manchmal wichtig

Als Deutsche unter uns zu sein?

 

Der Flüchtling ist des Unheils Bote

Das ist es was uns still erschreckt

Er flüchtet, mit und ohne Quote

Wenn das Unheil ihn entdeckt.

 

Vielleicht mit Abstand in den Jahren

Wird das Urteil weise, abgeklärt

Wir sehen, wo die Fehler waren

Was richtig war und was verkehrt.

 

Ich glaub als Christ, das wir das schaffen

Ich find, das wäre doch gelacht

Anpacken woll’n wir, nicht nur gaffen

Dann wird auch dieses gut gemacht.

 

Ein ernstes Wort, aus Sorge geboren

Über Europa, unser aller Traum.

Oder haben wir die Fähigkeit zum Träumen verloren?

Und Europa wär‘ nur noch der Träume Schaum?

 

Für Briten heißt es „ausgeträumt“

Ich finde das sehr schade

Sie haben sich selbst weg geräumt

Ausgeschüttet das Kind mit dem Bade.

 

Doch wir sind Europäer mit dem Herzen

Und aus leidensvollem Lernen

Wir wollen unsre Zukunft nicht verscherzen

Und aus Europa uns entfernen.

 

Besser tausend Eurokraten

Als einen Krieg, ein Schuss im Zorn

Verkauft wärn wir und auch verraten

Begänne das alte Europa nun von vorn.

 

Fragt mal die, die zu uns flüchten

Wie der Krieg denn so gefällt

Dann sollte man aufs neue richten

Über die Euro- Bürokratenwelt.

 

DER HERR ERLEUCHTE DIE BETER WIE WIR BETEN FÜR DIE ARMEN LEUCHTER

 

Als Mönch bin ich geübt im Beten

Kann schaffen, laut und leise treten

Kenn die Sorgen vieler Männer

Vom Millionär bis hin zum Penner

Kenn die Sorgen vieler Frauen

Die sich auch mir anvertraun

Sprech‘ mit Christen, Muselmanen

Flegeln und mit feinen Damen

Kenn den Schmerz der Kreatur

Häufig allzu deutlich nur.

Menschen wollen friedlich leben

Bescheiden auch nach Wohlstand streben

Familie leben, ganz normal

Lieben ohne Herzensqual

Und wenn man sich auch manchmal neckt

Wollen alle Achtung und auch Respekt.

Der Politiker kann nur verlieren

Wollt er all dies den Menschen garantieren.

Politik, das sag ich ohne Kränkung

besteht in kluger Selbstbeschränkung

Der Mensch muss in der Mitte stehn

Und nicht die totalitären Beglückungsideen.

Und das sei der Argumente letztes Glied:
Der Mensch ist seines eignen Glückes Schmied.

Drum steht jetzt auf, ihr seid erhoben

Zu dem Gebet für den da oben:

 

DER HERR SCHENKE DEM LAND VIELE DEMOKRATEN UND WÄHLER UND DEN WÄHLERN EINE GUTE REGIERUNG:

ER SCHENKE VOR ALLEM DEM WAHLKREIS EIN GUTES ERGEBNIS

 

    - IHR HABT EINEN KANDIDATEN- MIT DER FIGUR EINES PRÄLATEN- JETZT SOLLT IHR EUCH WIEDER VERTRAGEN- UND DIE SOZEN SCHLAGEN- IM HERBST WIRD GEWÄHLT- DAS IST, WAS JETZT ZÄHLT- DIE WAHL ZU GEWINNEN- MIT MÖGLICHST VIELEN STIMMEN
    AMEN

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