Berlin, 23. April 2015: Der Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung das Kleinanlegerschutzgesetz beschlossen.** **Mit den neuen Regeln will der Gesetzgeber für umfassendere und verständlicher formulierte Informationen für Kleinanleger sorgen. Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer betonte, dass durch maßvolle und pragmatische Ausnahmeregelungen die Weiterentwicklung von Unternehmensfinanzierungen und bürgerschaftliches Engagement gesichert werde, ohne das wichtige Ziel eines wirkungsvollen Anlegerschutzes zu verwässern.

Zimmer hob die Stärkung sozialer Projekte und gemeinnützigen Organisationen hervor: „Für uns war es wichtig, Organisationen mit sozialer und gemeinnütziger Zweckbindung  sowie Religionsgemeinschaften beispielsweise von der kostspieligen Erstellung von Prospekten zu befreien. Wir haben die entsprechende Freigrenze hier von 1 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro erhöht. Damit leisten wir einen Beitrag dazu, dass Kindertagesstätten, Dorfläden oder spezielle Wohnungsbauprojekte auch weiterhin über privates Engagement finanziert werden können“, sagte Zimmer. 

Auch die Freigrenze für das Crowdinvesting sei nun von 1 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro erhöht worden. „Somit stellen wir sicher, dass trotz des erhöhten Anlegerschutzbedarfs kleinsten Unternehmen alternative Finanzierungsformen zur Verfügung stehen. Gerade junge, innovative Unternehmen sind häufig auf diese Form der Unternehmensfinanzierung angewiesen“, so Zimmer. 

Mit dem Kleinanlegerschutzgesetz setze die Bundesregierung weitere Akzente im Verbraucherschutz. Gesetzeslücken werden geschlossen und die Transparenz von Vermögensanlagen erhöht. „Vor dem Erwerb risikobehafteter Vermögensanlagen sollen sich die Anleger künftig zielgerichteter informieren können. Parallel dazu werden die Anforderungen an die Anbieter und Vermittler solcher Vermögensanlagen verschärft. Sie müssen mehr und bessere Informationen in ihren Prospekten veröffentlichen und sind bei Fehlverhalten verstärkten Sanktionen ausgesetzt“, so Zimmer abschließend.

 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag