"Als 2008 im Gefolge der Lehman Brothers–Pleite in den USA eine Reihe renommierter deutscher Geldinstitute kurz vor dem Aus standen, wurde es den Bürgern immer so dargestellt, wie wenn die Banken mit ihren maßlosen Renditezielen und ihrem abenteuerlichen Geschäftsgebahren sich an den Rand des Abgrunds gebracht hätten und die deutsche Regierung das arme Opfer wäre, das dann die Banken mit Finanzspritzen in zweistelligen Milliardenhöhe und astronomischen Bürgschaften retten musste, damit das ganze Finanzsystem nicht zusammenbricht.
 
In Veiels „DAS HIMBEERREICH“ wird dagegen deutlich, dass der Staat selbst die Banken gedrängt hat, ins Risikogeschäft einzusteigen und den Finanzplatz Deutschland für das internationale Kapital attraktiv zu machen. Und es wird darüber hinaus beklemmend klar: die Krise ist nicht vorbei, die gigantischen Verluste aus diesen Finanzabenteuern werden die Bundeshaushalte der nächsten zehn Jahre empfindlich belasten.

Was ist die ganze Wahrheit?  Und wie sind die Konzepte in den verschiedenen Fraktionen des Bundestages, um diesen Schwelbrand in der Finanzwirtschaft zu stoppen und die Schäden zu begrenzen?" (Text: Freies Schauspiel Enseble)

Darüber haben Ulli Nissen (MdB SPD), Thomas Gambke (MdB Bündnis 90 / DIE GRÜNEN), Sabine Leidig (MdB DIE LINKE) und Matthias Zimmer (MdB CDU) auf dem Podium diskutiert. Das Gespräch wurde moderiert von Regisseur Reinhard Hinzpeter vom Freien Schauspiel Ensemble.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag