Ein kurzer Auszug:

"In der Art, wie sich der Unmut dann äußerte, steckte auch eine gehörige Portion Demokratieverachtung. Man gab vor für die Mehrheit zu sprechen, erklärte sich zur Mehrheit – was ausweislich der Wahlergebnisse nicht der Fall war. Das ist das Kennzeichen des Populismus: Ein Anspruch, für alle zu sprechen, der einen Pluralismus von Meinungen überhaupt nicht zulässt. Pluralismus und Demokratie gehören jedoch zusammen; es ist das Kennzeichen totalitärer Ideen, dass sie den Pluralismus bekämpfen. Dann liegt die Wahrheit entweder beim Führer oder der selbst definierten Avantgarde der Revolution, bei der Diktatur des Proletariats oder der religiösen Autorität. All das ist nicht demokratisch. Dass aber eine solche Idee wieder in Deutschland populär werden könnte, empfinde ich als eigentliche Krise der demokratischen Repräsentation."

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Vertrauenskrise in der Demokratie


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