Der Mensch dürfe sich nicht anmaßen Embryonen zu selektieren. Damit werde eine Grenze überschritten, die nicht mehr mit dem Prinzip der Personalität vereinbar sei.

Berlin, 15.Februar 2011. Der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Zimmer hat sich für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen und ist einem entsprechenden Gruppenantrag im Deutschen Bundestag beigetreten. Zimmer begründete seine Haltung mit der Ehrfurcht vor dem Leben. Der Mensch dürfe sich nicht anmaßen Embryonen zu selektieren. Damit werde eine Grenze überschritten, die nicht mehr mit dem Prinzip der Personalität vereinbar sei. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuregelung der PID hatte sich aus einer Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes im Juli 2010 ergeben. Der BGH hatte in einem Grundsatzurteil die Zulässigkeit der PID in engen Grenzen bejaht. Augenblicklich liegen im Deutschen Bundestag drei Gruppenanträge über die Fraktionen hinaus vor, die die PID rechtlich regeln wollen; nur einer der Anträge setzt sich allerdings für ein generelles Verbot ein. Der Bundestag wird über diese Anträge im ersten Halbjahr 2011 abstimmen.

Zimmer führte aus dass menschliches Leben unverfügbar sei und deshalb gerade Embryonen des besonderen Schutzes durch den Staat bedürften. Die PID biete erschreckende Perspektiven, angefangen von der Möglichkeit der Herstellung von Designerbabies bis hin zur Produktion von Geschwisterkindern, die für erkrankte ältere Geschwister als Gewebespender vorgesehen werden. Deshalb müsse man den Anfängen wehren, und dies könne nur durch ein deutliches Verbot erfolgen, so Zimmer abschließend

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