Als Demokraten tragen wir eine hohe Verantwortung klug zu sparen. Eine Abschaffung der Wehrpflicht, wie sie derzeit von einigen diskutiert wird, ist deshalb falsch. Das Parlamentsheer braucht eine Wehrpflicht!

Berlin, 22. Juli 2010. Mit dem Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli vor dem Berliner Reichstagsgebäude haben Rekruten der Bundeswehr dem 66. Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler gedacht. Damals haben mutige Soldaten, allen voran Claus Schenk von Stauffenberg, dem verbrecherischem Naziregime ein Ende setzen wollen. Heute geloben die Rekruten, das Recht und die Freiheit des demokratischen Volkes tapfer zu verteidigen.

Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer betonte: „Auch nach 60 Jahren freiheitlich-demokratischer Grundordnung in der Bundesrepublik ist es wichtig, dass wir unsere Soldaten aus der Mitte der Gesellschaft rekrutieren, um die Verbundenheit der Bundeswehr zu unserem parlamentarisch-demokratischen System zu wahren. Die Wehrpflicht leistet dafür seit Jahrzehnten einen elementaren Beitrag.“

Die Herausforderungen seien groß. Die Bundeswehr sei unterfinanziert und stehe im Zuge notwendiger Sparmaßnahmen vor tiefgreifenden Reformen. „Mit ihrer teilweise alten Ausstattung wird die Bundeswehr ihrer Aufgabe, den Frieden in der Welt zu wahren und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen, künftig nur noch bedingt erfüllen können“, so Zimmer. Deshalb sei es notwendig, nicht an der falschen Stelle zu sparen. „Als Demokraten tragen wir eine hohe Verantwortung klug zu sparen. Eine Abschaffung der Wehrpflicht, wie sie derzeit von einigen diskutiert wird, ist deshalb falsch. Das Parlamentsheer braucht eine Wehrpflicht“, bekräftigte Zimmer abschließend.

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