Eines wird bei der Diskussion um die Rente häufig vergessen: Es geht dabei nicht nur um die Stabilisierung unseres Rentensystems, sondern vor allem auch um einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz, den ältere Menschen haben. Diesen sollten wir in unser aller Interesse kultivieren. Vor allem jüngere Arbeitnehmer können so besser von den Erfahrungen der Älteren profitieren, wenn diese ihnen als Mentoren beiseite stehen.

Berlin, 2. Dezember 2010. Der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Matthias Zimmer zeigt sich erfreut über das Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversicherungsbericht 2010: „Der Sozialbeirat bestätigt im Kern den rentenpolitischen Kurs der Bundesregierung. Er macht vor allem die Notwendigkeit einer schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre deutlich.“

Der Sozialbeirat, der aus je vier Gewerkschafts- und Arbeitnehmervertretern, sowie aus drei Vertretern der Wissenschaft und einem Vertreter der Bundesbank besteht, sehe in seinem Gutachten die demographische Entwicklung als zentrale Gestaltungsaufgabe an. Anhaltend niedrige Geburtenraten und eine erfreulicherweise steigende Lebenserwartung seien Ursache dafür, dass die Zahl der 20 bis 64-jährigen in den nächsten 20 Jahren um über 6 Million sinke, während die Zahl der über 64-jährigen um mehr als fünf Millionen zunehme. „Diese Entwicklung stellt unser Rentensystem vor eine große Herausforderung. Wir müssen es so gestalten, dass wir trotz einer schrumpfenden und älter werdenden Erwerbsgesellschaft unser Rentensystem auch in Zukunft robust halten“, so der Vorsitzende der Frankfurter CDA.

Die Opposition habe keine Alternative zur Erhöhung der Regelaltersgrenze und habe bei ihrer Stimmungsmache gegen die Rente mit 67 lediglich die kommenden Landtagswahlen im Fokus. Zimmer: „Die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer ist momentan mitnichten zufriedenstellend, aber die Entwicklung zeigt eine erhebliche Verbesserung der Situation. Das bestätigt auch der Sozialbeirat. Verantwortungsvolle Politik heißt eben auch, Entscheidungen zu treffen und durchzustehen. Mich bestürzt, dass die SPD aus wahltaktischen Gründen von vernünftigen Entscheidungen, die sie in der letzten Wahlperiode mitgetragen hat, abgerückt ist.“

Die christlich-liberale Koalition werde nun weitere Anstrengungen unternehmen, um die Arbeitswelt alters- und alternsgerecht zu gestalten. „Eines wird bei der Diskussion um die Rente häufig vergessen: Es geht dabei nicht nur um die Stabilisierung unseres Rentensystems, sondern vor allem auch um einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz, den ältere Menschen haben. Diesen sollten wir in unser aller Interesse kultivieren. Vor allem jüngere Arbeitnehmer können so besser von den Erfahrungen der Älteren profitieren, wenn diese ihnen als Mentoren beiseite stehen“, sagte Zimmer abschließend.

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