Frankfurt, 14.10.2018: Die beiden direkt gewählten Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordneten Bettina M. Wiesmann und Prof. Dr. Matthias Zimmer haben sich in einem persönlichen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für eine finanzielle Unterstützung des Bundes für die Stadt Frankfurt eingesetzt. Auslöser war die Rede der Kanzlerin Anfang September bei der IHK Frankfurt/Rhein-Main, bei der sie Unterstützung für den Finanzplatz Frankfurt vor dem Hintergrund des bevorstehenden Brexit zugesagt hatte.

Wiesmann und Zimmer nahmen dies zum Anlass, darauf hinzuweisen, in welch starkem internationalen Wettbewerb Frankfurt sich in dieser Situation befinde. „Für viele Firmen, die sich von London aus nach neuen möglichen Standorten auf dem Kontinent umsehen, spielen nicht nur die Infrastruktur und die vorhandenen Geschäftsbeziehungen eine Rolle. Zu einem attraktiven Umfeld gehören heute auch die entsprechenden Bildungsinstitutionen und kulturellen Einrichtungen; sie entscheiden über mögliche Ansiedlungen mit. Obwohl Frankfurt unbestritten über herausragende Kunst und Kultur verfügt, ist es für eine Stadt mit deutlich weniger als einer Million Einwohnern und einer entsprechend beschränkten Wirtschaftskraft schwierig, im Wettbewerb mit europäischen Metropolen wie London, Paris oder Madrid zu bestehen. Überdies erhält Frankfurt, anders als die großen europäischen Metropolen, für seine herausragenden kulturellen Einrichtungen kaum finanzielle Unterstützung vom Land Hessen oder vom Bund“, so die Abgeordneten. Daher plädieren Wiesmann und Zimmer unumwunden dafür, dass sich die angekündigte Unterstützung der Bundesregierung ganz konkret in Fördermitteln für den Erhalt und den Ausbau der Frankfurter Kulturlandschaft niederschlagen sollte. Ganz oben auf der Agenda stehe derzeit die unumgängliche Sanierung der Städtischen Bühnen. Dabei handele es sich um eine einmalige Infrastrukturausgabe für eine exzellente und europaweit renommierte Spielstätte, an der sich auch der Bund beteiligen könne, um die Position Frankfurts – und damit Deutschlands – im europäischen Gefüge weiter zu stärken.

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